Programm

Programm

Wir möchten über folgende Fragen ins Gespräch kommen: Wie verändern sich die Voraussetzungen für die Arbeit von Kultureinrichtungen und Kulturinitiativen in Leipzig, Dresden, Chemnitz und in ländlichen Regionen in Sachsen? Wie reagieren Museen und Theater in Leipzig, Dresden und Chemnitz, aber auch gemeinnützige Vereine und Kulturinitiativen in ländlichen Regionen auf die derzeitige Situation in Sachsen? Mit welchen konkreten Problemen sind einzelne Projekte und Initiativen konfrontiert? Vor welchen Herausforderungen stehen sie aktuell? Und was läuft richtig gut? Wie lassen sich Synergien herstellen, das vorhandene Wissen und Erfahrungen produktiv weitergeben?


10 Uhr: Begrüßung

10:30 – 13 Uhr: TAKE 5
Initiativen, Theater, Museen stellen ihre aktuellen Projekte mit 5 Bildern in jeweils 5 Minuten vor
Was ist das Ziel des Projektes?
Wer ist die Zielgruppe?
Was hat die Ausführenden überrascht?
Was hat nicht funktioniert?
Was hat es gekostet (Zeit/Personal/Geld)?

13 – 14:30 Uhr: Mittagspause
In der Mittagspause ist ausreichend Zeit zum individuellen Austausch.

14:30 – 16:30 Uhr: Workshops

Workshop 1: „Raus aus der Verleumdungsfalle“

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Initiativen und Einrichtungen im ländlichen Raum, die durch kulturelle und soziale Arbeit für Weltoffenheit, humane, demokratische und soziale Denkweisen eintreten, stehen durch Anfragen aus dem politischen Raum zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Sie werden z.B. mit Unterstellungen und Vorwürfen zu angeblichen Verstößen gegen das sogenannte Neutralitätsgebot oder Extremismusvorwürfen konfrontiert. Das kann die Akzeptanz vor Ort, Gemeinnützigkeit von Vereinen und die Akquise von Fördermitteln gefährden.
Wir tauschen im Workshop Erfahrungen aus und diskutieren grundlegend Strategien, mit der Problematik umzugehen.

Der Workshop und die Diskussionen werden gestaltet von Susanne Feustel (Kulturbüro Sachsen e.V.) und Frank Schubert (Netzwerk Tolerantes Sachsen)

Workshop 2: „Herausforderungen für die Förderung“

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Herausforderungen für die Förderung“ Die Förderpraxis verändert sich. Die Stimmverhältnisse in Kreistagen, in Stadt- und Gemeinderäten sind seit den sächsischen Kommunalwahlen im Mai 2019 verschoben. In manchen Gemeinden und Regionen führt dies auch zu Veränderungen in der Kulturförderung. Viele Förderungen setzen einen Eigenanteile voraus. Dies hält in manchen Fällen kleine Initiativen und Einrichtungen davon ab, einen Antrag zu stellen. Projektförderung stößt dort an ihre Grenzen, wo es nicht darum geht Innovationen zu fördern, sondern gute Praxis zu verstetigen.
Vor diesem Hintergrund wollen wir im Workshop den Fragen nachgehen, wie sich die Förderpraxis von Kommunen, Landkreisen, des Landes und weiterer Förderer verändert? Gibt es neue Bedarfe bei der Unterstützung von Projekten und Einrichtungen? Und welche Möglichkeiten bestehen im Graubereich zwischen Projektförderung und institutioneller Förderung?
Kulturakteure berichten von den Herausforderungen, vor denen sie stehen. Förderer geben einen Einblick in ihre Förderpraxis und gehen auf die Frage ein, welche Anforderungen sie aktuell für die Unterstützung der kulturellen Akteure sehen.

Mit u.a. Land in Sicht e.V. / Kulturstiftung des Freistaates Sachsen / Programm Neulandgewinner der Robert Bosch Stiftung / Drosos-Stiftung (alle angefragt)

Workshop 3: „Künstlerische Strategien“

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Welche Rolle kann Kunst für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Vielfalt, Toleranz und Teilhabe spielen? (Wie) können künstlerische Strategien im Aktionsfeld zwischen ländlichem und urbanem Raum demokratische Prozesse, Dialog und Austausch initiieren? Was sind hierfür die Voraussetzungen? Der Workshop bringt Akteure politischer und kultureller Bildung und Künstler*innen zusammen. Er richtet sich sowohl an Vertreter*innen von Institutionen und Initiativen, als auch an Künstler*innen, die bereits Erfahrungen an der Schnittstelle von Kunst und partizipativen Prozessen oder Interesse an der Entwicklung einer Zusammenarbeit haben. Gemeinsam soll diskutiert werden, worin der Bedarf einer Kollaboration bestünde und welche Strategien denkbar wären. In dem Workshop sollen erste konkrete Ideen entstehen, die auch nach dem Aktionstag weiterverfolgt werden können.

16:30 – 17 Uhr: Pause

17 – 18 Uhr: Abschlussrunde

Organisatorisches

Der Aktionstag ist eine ehrenamtlich Initiative von Einzelpersonen, den wir ohne Budget umsetzen. Wir würden Sie darum bitten, zu prüfen, ob Ihre Initiative oder Institution die entstehenden Fahrtkosten übernehmen kann. Es ist uns aber besonders wichtig, dass Sie beim Aktionstag dabei sind. Daher wenden Sie sich bitte an uns, wenn Ihre Fahrtkosten nicht übernommen werden können, damit wir eine alternative Möglichkeit finden. 

Die Teilnahme am Aktionstag ist kostenlos. Wir bitten um eine Anmeldung an: kompliz@posteo.de